Das Betriebssystem ist die Software, die alle grundlegenden Prozesse auf deinem Handy steuert und auf der alle Apps aufsetzen. Ähnlich wie Windows beim PC. Für Smartphones gibt es zwei weit verbreitete Betriebssysteme: iOS kommt von der Firma Apple und läuft auf allen iPhones. Auf den meisten anderen Geräten läuft Android.

Was ist ein Betriebssystem (zum Beispiel Android oder iOS)?
Die Zahl hinter dem Betriebssystem bezeichnet die Version, die auf deinem Handy läuft. Zum Beispiel Android 14. Sowohl bei Android als auch bei iOS erscheint jedes Jahr eine neue Version. Die aktuellste Android-Version ist 15 (erschienen Oktober 2024). Die aktuellste iOS-Version ist 18 (erschienen September 2024). Die nächsten Versionen – Android 16 und iOS 19 – werden voraussichtlich im Herbst 2025 erscheinen.
Android wird in der Regel der Firma Google zugeordnet. Genaugenommen stimmt das zwar nicht ganz, aber für den Alltagsgebrauch liegt man damit richtig.
Wie Google und Android genau zusammenhängen, erfahrt ihr im mobilsicher-Beitrag Wie viel Google steckt in Android?
Was ist mit Mobilfunktechnologien gemeint? Was bedeutet 5G?
Wenn du mit deinem Handy telefonierst, brauchst du dafür Mobilfunkempfang. Oben in der Menüzeile von deinem Handy siehst du dazu verschiedene Informationen. Das Balken-Symbol zeigt dir, wie stark der Empfang ist, die Buchstaben sagen dir, welche Art von Netz du empfängst. Zum Beispiel LTE, 5G oder Edge. Das sind Bezeichnungen für verschiedene Mobilfunktechnologien, die die Netzbetreiber im Laufe der Zeit etabliert haben.
In Deutschland sind aktuell diese Mobilfunktechnologien aktiv:
2G (2. Generation) / EDGE: Ist der älteste Mobilfunkstandard. Die Bandbreite reicht gerade so zum Telefonieren und für SMS. Nachdem 2021 das 3G-Netz in Deutschland abgeschaltet wurde, sollte 2G als Grundabdeckung und für das eCall-System (Notruf in Autos) erhalten bleiben. Allerdings mehren sich Gerüchte, dass 2G doch bald abgeschaltet wird.
LTE (auch 4G) ist der aktuelle Mobilfunkstandard. Telefonieren, Surfen und Streamen ist damit gut möglich. Allerdings ist LTE noch immer nicht überall in Deutschland verfügbar. Bei Handys, die so alt sind, dass sie LTE nicht nutzen können, geben wir einen besonderen Hinweis.
5G (für 5. Generation) ist der neuste Mobilfunkstandard. Er steht erst seit einigen Jahren zur Verfügung. Aktuell gibt es noch viele Geräte, die 5G nicht unterstützen. Die Bandbreite ist etwa zehnmal größer als bei LTE und die Übertragung kostet deutlich weniger Energie.
Darüber hinaus gibt es noch viele Varianten und Abwandlungen, die zum Teil nur im Ausland zur Verfügung stehen.
Warum sind Updates wichtig?
Die Software auf deinem Gerät muss regelmäßig aktualisiert werden – um Funktionen zu verbessern oder Fehler zu beheben.
Manche dieser Fehler führen dazu, dass dein Handy angreifbar ist. Mit Updates werden solche Sicherheitslücken geschlossen.
Sicherheitslücken werden ständig entdeckt – oft mehrere pro Monat. Deshalb sind regelmäßige Sicherheitsupdates wichtig.
Sicherheitsupdates, Versionsupdates, Systemupdates – was ist was?
Versionsupdate: Von Android und iOS (Apple) kommt einmal im Jahr eine neue Version heraus. Dann ändert sich die Versionsnummer im Namen. Zum Beispiel von Android 13 auf Android 14. Diese Updates beinhalten größere Änderungen. Das Versionsupdate muss immer vom Hersteller auf dein Modell angepasst werden. Hersteller von Android-Geräten liefern meist zwei Versionsupdates für ein Modell, drei oder mehr bekommen oft nur die teureren Modelle. iPhones bekommen erfahrungsgemäß fünf Versionsupdates. Wie viele Versionsupdates ein Handy bekommt, sagen die Hersteller meistens nicht im Voraus.
Sicherheitsupdates Android (auch Sicherheitspatches): Liefert nicht Google, sondern der Hersteller deines Handys. Sie beheben Sicherheitslücken der Software, die nicht direkt zum Android-System gehört. Das ist zum Beispiel die Software, die fest verbaute Teile in deinem Handy steuert und deshalb je nach Modell unterschiedlich ist. Es kann sein, dass ein Hersteller für dein Handy zwar kein Versionsupdate (siehe oben), aber durchaus noch Sicherheitsupdates bereitstellt. Dann kannst du das Gerät sicher weiter nutzen, auch wenn es nicht die neuste Android-Version hat.
Google-Play-Systemupdates (Android 10 und höher): Kommen einmal im Monat direkt von Google. Du bist also nicht darauf angewiesen, dass dein Hersteller das Update für dein Gerät anpasst. Sie beheben Fehler und Sicherheitslücken im Android-Betriebssystem und den Google-Diensten. Google verrät nicht, wie lange sie die aktuellen Android-Versionen noch mit Sicherheitsupdates versorgen werden – erfahrungsgemäß sind es aber rund drei Jahre ab Veröffentlichung.
Sicherheitsupdates iOS: Bei Apple kommt Software und Gerät aus einer Hand – du musst dir also keine Gedanken machen, ob und von wem bei deinem iPhone Sicherheitslücken geschlossen werden. Apple versorgt nicht nur Geräte mit der neusten iOS-Version regelmäßig mit Sicherheitsupdates, sondern aktuell auch Geräte mit iOS 15 und iOS 16. Bei iPhones gibt es keine gesonderte Anzeige der Sicherheitsupdates. Es ändert sich einfach nur die Zahl hinter dem Punkt. Zum Beispiel wurde iOS 17.2 am 22.1.2024 auf 17.3 aktualisiert.
Android: Wie finde ich heraus, wann mein Handy das letzte Sicherheitsupdate bekommen hat?
iOS: Wie finde ich heraus, wann mein Handy das letzte Sicherheitsupdate bekommen hat?
Apple weist Sicherheitsupdates nicht gesondert aus. Stattdessen wird mit jedem Sicherheitsupdate die Zahl hinter der iOS-Version geändert. Zum Beispiel von 17.2 auf 17.3. Welche Version genau auf deinem Gerät läuft, findest du so heraus:
Öffne die Einstellungen (Zahnrad-Symbol).
Navigiere zu
Bei dem Menüeintrag iOS-Version siehst du die aktuelle Version. Vergleiche, ob es die neuste ist.
Bei Wikipedia kannst du nachsehen, was die aktuelle iOS-Version istMein Handy bekommt keine Sicherheitsupdates mehr – ist das schlimm?
Das kommt ganz darauf an, was du damit machen willst. Du brauchst das Handy nur zum Telefonieren, zum Navigieren und als Kamera? Dann kannst du es ruhig noch länger nutzen. Du willst auch per Handy bezahlen, auf dein Bankkonto zugreifen und dienstliche E-Mails lesen? Dann raten wir zu einem neuen Gerät.
Warum?
Ohne Sicherheitsupdates werden neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Nach und nach sammeln sich immer mehr gefährliche Lücken auf deinem Gerät an.
Sicherheitslücken sind ein Problem, weil sie dein Handy für Schadprogramme anfällig machen. Schadprogramme sind Apps. Apps kommen nur auf dein Handy, wenn du sie selbst installierst. Cyberkriminelle nutzen Tricks, um dich dazu zu animieren. Solchen Tricks begegnest du häufiger, wenn du:
Wenn du eine gleichbleibende Auswahl an Apps und bekannten Webseiten nutzt und keine Links in Nachrichten öffnest, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Angriff sehr gering.
Als Faustregel gilt: Diese Apps und Dienste solltest du nicht mehr nutzen, wenn dein Gerät keine Sicherheitsupdates mehr bekommt:
Hinweis: Diese Informationen gelten für Nutzer*innen, die nicht Ziel von Geheimdiensten oder anderen zahlungskräftigen Organisationen sind. Es gibt für Handys Angriffsmöglichkeiten, bei denen du selbst nichts installieren musst. Diese Angriffe sind aber sehr teuer. Wenn du glaubst, dass jemand einen vierstelligen Betrag bezahlen würde, um dein Handy zu hacken, musst du weit über die hier genannten Sicherheitsmaßnahmen hinausgehen. Dies betrifft häufig Aktivist*innen, Journalist*innen und Personen des öffentlichen Lebens.
Was bedeutet, auf meinem Gerät läuft „Android xy“ oder „iOS xy“?
Die Zahl hinter dem Betriebssystem bezeichnet die Version, die auf deinem Handy läuft. Zum Beispiel Android 14. Sowohl bei Android als auch bei iOS erscheint jedes Jahr eine neue Version. Die aktuellste Android-Version ist 15 (erschienen Oktober 2024). Die aktuellste iOS-Version ist 18 (erschienen September 2024). Die nächsten Versionen – Android 16 und iOS 19 – werden voraussichtlich im Herbst 2025 erscheinen.
Das Betriebssystem ist die Software, die alle grundlegenden Prozesse auf deinem Handy steuert und auf der alle Apps aufsetzen. Ähnlich wie Windows beim PC. Für Smartphones gibt es zwei weit verbreitete Betriebssysteme: iOS kommt von der Firma Apple und läuft auf allen iPhones. Auf den meisten anderen Geräten läuft Android.
Android wird in der Regel der Firma Google zugeordnet. Genaugenommen stimmt das zwar nicht ganz, aber für den Alltagsgebrauch liegt man damit richtig.
Wie Google und Android genau zusammenhängen, erfahrt ihr im mobilsicher-Beitrag Wie viel Google steckt in Android?
Was bedeutet „Aktivierungssperre“? Warum muss ich das Google- oder iCloud-Konto vor dem Verkauf entfernen?
Die Aktivierungssperre – auch FRP (Factory Reset Protection) oder „Kill Switch“ genannt – soll Smartphones für Diebe unbrauchbar machen. Bei Geräten, die mit Android 6.0 oder neuer ausgeliefert wurden, ist sie ab Werk aktiv. Bei iPhones gibt es sie ab iOS 8.0.
Bei aktiver FRP gilt: Wer ein Android-Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzt und es danach wieder starten will, muss die Zugangsdaten für genau das Google-Konto eingeben, mit dem das Gerät zuletzt verbunden war. Wer diese Zugangsdaten nicht kennt, kommt nicht weiter – das Gerät ist faktisch wertlos. Genauso ist es für iPhones mit einem verknüpften iCloud-Konto.
Die Funktion ist immer dann aktiv, wenn das Handy mit einem Google- oder iCloud-Konto verknüpft und die Bildschirmsperre mit PIN oder Muster eingerichtet ist. Sie funktioniert auch dann, wenn das Gerät über die Tasten zurückgesetzt wird (Hard Factory Reset).
Die Aktivierungssperre ist ein häufiger Grund für Frust und Ärger beim Handel mit gebrauchten Smartphones. Wenn du dein Gerät verkaufst, denke unbedingt daran, die Sperre zu entfernen.
Wenn du ein gebrauchtes Gerät kaufst, merkst du erst beim Einrichten, wenn die Sperre nicht entfernt wurde. Dann ist es gut, wenn man das Gerät bei einem Händler gekauft hat, der die Ware in diesem Fall zurücknimmt.
Mehr dazu bei mobilsicher.de
Was bedeutet „Hard Reset“ oder „Hard Factory Reset“?
Wenn du keinen Zugriff mehr auf das Menü hast, zum Beispiel weil dein Display kaputt ist, du das Passwort vergessen hast, oder dein Gerät im Startvorgang hängenbleibt, kannst du es meistens über die Außentasten zurücksetzen. Diesen Vorgang nennt man „Hard Factory Reset“.
In der Regel drückt man die Lauter-Taste und die Ein/Aus-Taste so lange gleichzeitig, bis das Handy in einem speziellen Modus startet.
In diesem Modus kannst du über die Außentasten navigieren und den Punkt „wipe data/factory reset“ auswählen. Anschließend kannst du das Gerät über den Punkt „reboot system now“ neu starten.
Die Tastenkombination kann je nach Modell abweichen. Wenn die oben genannte nicht funktioniert, suche im Internet nach dem Begriff „Hard Reset“ und deinem Gerätemodell. Die Website hardreset.info hat Anleitungen auf Deutsch mit Screenshots für viele Geräte zusammengetragen.